Karibik

Wassersport, herrliche Strände und eine atemberaubend würzige Küche – die Karibik lädt ein!

Die Karibik ist bekannt für ihre Gastfreundschaft. Auf den unzähligen großen und kleinen Inseln folgt die Zeit einem eigenen Tempo, scheint sich mehr nach den Gezeiten als dem Stundenzeiger der Uhr zu richten. Wer Entspannung vom Büroalltag sucht, ist hier genau richtig. Das Leben dreht sich um Meer und Wind, um Essen und Schlafen. Eine einheitliche Kultur oder Küche findet man auf den Karibischen Inseln nicht, denn jede hat ihren eigenen Charakter. Aber die langsame Lebensweise, den lockeren Umgang und die Aufgeschlossenheit Fremden gegenüber haben sie alle gemeinsam. Hier findet man eine ungebrochene Lebensfreude und Gastfreundschaft. Karibik ist pure Lebenslust und Abenteuer.

Ziel von Aussteigern und Entwicklungshelfern? Touristisch gut erschlossen!

Die Westindischen Inseln sind touristisch sehr gut erschlossen und haben auch anspruchsvollen Reisenden viel zu bieten. Geographisch wird der Archipel, der die Karibischen Inseln bildet, in vier Gruppen geteilt: Da ist der Lucayan-Archipel mit den Bahamas und den umgebenden Inseln. Die Großen Antillen mit Barbados, Grenada, Martinique, Saint Lucia, Saint Vincent, den Grenadinen und Trinidad und Tobago werden oft auch als die Inseln unter dem Wind bezeichnet. Zu den Kleinen Antillen oder Inseln über dem Wind gehören Antigua und Anguilla, Barbuda und die Britischen Jungferninseln, Guadeloupe, Montserrat und Saba, Saint Barthelemy, Saint-Martin und Sint Maarten, Sint Eustatius, St. Kitts & Nevis sowie die US-amerikanischen Jungferninseln. Als vierte Gruppe werden die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao zusammengefasst. Unabhängige Staaten bilden die Cayman Inseln, Kuba, die Dominikanische Republik, Jamaika, Haiti und Puerto Rico. Während die größeren Inseln vor allem für ihre faszinierende Kultur beliebt sind, laden die kleineren Inseln Segler/-innen, Taucher/-innen und Liebhaber maritimer Paradiese ein. Neben kristallklarem, Türkisen Wasser und weißen Sandstränden locken hier Wind und Wellen sowie ein unglaublicher Artenreichtum unter Wasser.

Heterogene Inselwelt

Die Karibik besteht aus 13 unabhängigen Staaten und weiteren 17 abhängigen Gebieten. Hier wird Englisch gesprochen, aber auch Französisch, Spanisch, Niederländisch und das sogenannte Antillean Kreole. Dazu kommen unzählige weitere Sprachen und Dialekte, die jeweils nur lokal vertreten sind. Mehr als 1,06 Millionen Quadratkilometer groß ist das Gebiet zwischen Nord- und Südamerika, das als Karibik bezeichnet wird. Tropisches Klima mit sonnigem, warmem Wetter während des gesamten Jahres macht den Aufenthalt auf den Inseln angenehm. In der zweiten Jahreshälfte gibt es eine Art Regenzeit auf den Inseln, die aber je nach Lage und Höhe über dem Meeresspiegel ganz unterschiedlich ausfällt. Als Reisezeit sind die Monate zwischen November und April.

So heterogen wie das Wetter und die politische Lage gestaltet sich auch die Bevölkerung der Karibik. Ursprünglich waren die Inseln von einem indigenen Volk besiedelt, den Arawak-Indianern. Der rivalisierende Stamm der Karinen drang später auf die Inseln vor, gab ihnen ihren Namen und prägte die Kultur. Heute ist davon allerdings nicht mehr so viel übrig. Denn im Laufe der Jahrhunderte besiedelten nahezu alle europäischen Nationen nacheinander die Inseln der Karibik. Das führte zum einen zu einer enormen Vielfalt an Sprachen, kulturellen Einflüssen und kulinarischen Ausprägungen, zum anderen aber auch zu territorialen Querelen. Die Folgen sind heute in den Zugehörigkeiten der einzelnen Inseln zu spüren, die immer noch nicht alle unabhängig sind: Niederländische und französische Gebiete gibt es hier genauso wie britische und US-amerikanische Inseln.

Highlights: Vom schönsten Strand über Tauchziele bis hin zu Buckelwalen

Der schönste Strand der Karibik ist die Half Moon Bay. Die befindet sich auf Antigua und lockt mit schneeweißem Sand, türkisblauem Wasser und Palmen – eine Bilderbuchansicht. Palmen an weißen Sandstränden gibt es aber auch auf den Britischen Jungferninseln, die zudem mit Ren grünen Hügeln noch hervorragende Wandergelegenheiten bieten. Nur 21 der Inseln sind bewohnt. Für Taucher und Taucherinnen ist das sogenannte Great Blue Hole interessant. Es befindet sich etwa 70 km von Belize City entfernt und ist 125 m tief. Dunkelblau erstrahlt das artenreiche unterseeische Höhlensystem mitten im türkisfarbenen Meer.

Mit Samaná hat die Dominikanische Republik ein kleines Paradies zu bieten: Die Halbinsel lockt mit traumhaften Stränden, üppiger Vegetation und tollen Buchten. Zwischen Dezember und März können hier Buckelwale beobachtet werden.

Regatta mit kleinen Booten: Von Martinique aus wird alljährlich die Tour des Yoles gestartet, ein Wettbewerb mit überwiegend kleinen Booten. Die Insel ist außerdem im Karneval aufgrund ihrer einzigartigen Traditionen ein tolles Reiseziel.

Wer sich eher für Kultur und Architektur interessiert, sollte Kuba besuchen. Insbesondere die Hauptstadt Havanna hat viel zu bieten. Die Altstadt von San Juan auf Puerto Rico kann da übrigens mithalten.

Kulinarische Genüsse bietet dagegen Jamaika: Hier sind europäische, afrikanische, karibische und asiatische Einflüsse verschmolzen, würzige Fleischgerichte kommen mit salzigem Fisch und süßen Früchten zusammen. Hohe Standards und luxuriöse Hotels bieten die Cayman Islands in direkter Nachbarschaft. Alle drei Inseln haben einen eigenen Flughafen und können über Miami/Florida angeflogen werden. Die deutschen Pauschalreiseanbieter haben die Inseln allerdings nicht im Angebot. Wer alte Reiseliteratur mag und sich ein bisschen mit historischen Schriften beschäftigt, wird die Inseln allerdings unter der Bezeichnung Las Tortugas finden.